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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Aktuelle Nachrichten aus Naumburg

Stadtverordnetenversammlung der Stadt Naumburg hat getagt

Im Rahmen ihrer ersten Sitzung im Jahr 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Naumburg wichtige Weichenstellungen vorgenommen:

Naumburg will Touristischer Arbeitsgemeinschaft (TAG) beitreten

Nach den Gemeinden Breuna und Habichtswald will jetzt auch die Stadt Naumburg an der Fortentwicklung und Erweiterung der aus den Kommunen Bad Emstal, Niedenstein, Gudensberg und Edermünde bestehenden Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) zur neuen TAG Naturpark Habichtswald mitwirken. Einen entsprechenden Beschluss hat die Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Donnerstag im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung im Haus des Gastes in Naumburg auf den Weg gebracht.

„Wir gehen davon aus, dass für die Kommunen im Naturpark Habichtswald Tourismusförderung und Tourismusmanagement notwendige und auf Sicht auch ertragreiche Aufgaben sind, die jedoch nur gemeinsam erfolgreich und wahrnehmbar gestaltet werden können“, so Bürgermeister Stefan Hable zum Hintergrund des Beschlusses. Dazu seien mit dem „Habichtswaldsteig" und dem „Naturpark" bereits gute Voraussetzungen geschaffen. Nur wenn die Kommunen ihre Ressourcen in der Touristik gemeinsam, interkommunal bündeln, können Infrastruktur und Angebote im Tourismus zielgruppengerecht weiter entwickelt werden. Nur gemeinsam als Region, als Naturpark Habichtswald, wird man sichtbar und wird wahrgenommen.

Hinzu kommt, dass sich der Verein Region Kassel-Land künftig vollständig aus dem touristischen Aufgabenbereich zurückziehen wird. Der Landkreis wird dann ausschließlich noch beratende und koordinierende Aufgaben übernehmen. Das operative Geschäft der Touristikförderung und des Tourismusmanagement soll künftig die TAG übernehmen.

„Wichtig für die Entscheidung zur Teilnahme an der TAG war auch die vom Land Hessen ergangene Ankündigung, künftig nur noch in den Kommunen touristische Infrastruktur fördern zu wollen, die sich entsprechend dem Drei-Ebenen-Modell an einer TAG beteiligen oder eigenständig über entsprechende touristische Größenordnungen (100.000 Übernachtungen) verfügen“, so Hable abschließend.

Stadtverordneten stimmen Abriss von baufälligen Häusern zu

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Naumburg hat sich am 16. Februar 2017 dem Votum des Arbeitskreises Dorferneuerung, des Ortsbeirats Naumburg und des Magistrats, angeschlossen und die Weichen für einen möglichen Abriss der Häuser in der Graf-Volkwin-Straße 4 und 5 gestellt.

„Der Magistrat kann jetzt die erforderlichen Genehmigungen bei der Dorferneuerungsbehörde, der WI-Bank und der Denkmalschutzbehörde einholen und den Erwerb und den Abriss der Objekte, anteilig finanziert aus Mitteln der Dorferneuerung, in Angriff nehmen“, so Bürgermeister Stefan Hable. Insgesamt sei aber noch ein langer Weg zurückzulegen, bis alle erforderlichen Einwilligungen vorliegen. Entgegen anderslautender Verlautbarungen haben es sich alle an der Entscheidung beteiligten Gremienmitglieder mit diesen beiden Maßnahmen nicht leicht gemacht. In den vergangenen Jahren wurde immer wieder versucht, Interessenten für die beiden Objekte zu finden. Aber letztlich sind alle diesbezüglichen Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

Da Anträge im Rahmen der Dorferneuerung nur noch in diesem Jahr gestellt werden können, soll jetzt aber gehandelt werden. Durch die Förderung aus diesem Topf sind die Mittel, die die Stadt für den Erwerb und den Abriss der beiden Objekte aufwenden (jeweils 18.000,- €) vertretbar. Die nach dem Abriss der Gebäude frei gewordenen Areale sollen anschließend nicht im Eigentum der Stadt verbleiben, sondern nach Möglichkeit an die unmittelbaren Grundstücksnachbarn veräußert werden. Hierdurch entstehen der Stadt keine Folgekosten, z. B. für Platzgestaltungen und ähnliches. Gleichzeitig können die unmittelbaren Grundstücksnachbarn ihre Immobilien aufwerten, in dem Grünflächen oder Stellplätze im ansonsten doch sehr beengten Altstadtbereich geschaffen werden. Die Erfahrungen bei ähnlichen Projekten im „Altenhagen“ und in der „Unteren Straße“ zeigen, dass diese Strategie erfolgreich verlaufen kann.

     

Die Objekte Graf-Volkwin-Str. 4 (links im Bild) und Graf-Volkwin-Straße 5 (rechts im Bild) sollen jetzt mit Dorferneuerungsmitteln abgerissen werden. Fotos: (PA Stadt Naumburg)

Stadtverordnetenversammlung bringt Haushalt 2017 auf den Weg

Als sicherlich wichtigsten Punkt hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Naumburg den Haushalt für das Jahr 2017 beschlossen. Mit nur 2 Nein-Stimmen und 25 Ja-Stimmen und keiner Enthaltung wurde das Zahlenwerk, das zuvor intensiv in den Ausschüssen und Ortsbeiräten beraten wurde, von den Mandatsträgern verabschiedet. Inhaltlich gab es keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem vom Magistrat vorgelegten Etat. Lediglich drei Begleitanträge sind jetzt von der Verwaltung noch abzuarbeiten.

„Der Haushaltsplan sieht für 2017 einen Fehlbetrag von rd. 230.000,- € und Investitionen in einem Umfang von rd. 450.000,- € vor und liegt damit vollumfänglich auf dem mit der Kommunalaufsichtsbehörde abgestimmten Konsolidierungspfad“, so Bürgermeister Stefan Hable. Für 2018 plane man erstmals seit Einführung der doppischen Buchführung im Jahr 2009 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, so der Rathauschef abschließend.

 

Stadtverordnetenversammlung stimmt zukunftsweisendem Vertrag zum Campingplatz Naumburg zu

 

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Naumburg hat den dauerhaften Betrieb des Campingplatzes Naumburg durch einen langfristigen Vertrag auf den Weg gebracht. (Foto: PA Stadt Naumburg)

In ihrer Sitzung am Donnerstag, den 16. Februar 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung dem Abschluss eines langfristigen Pachtvertrags mit dem derzeitigen Betreiber des Campingplatzes Naumburg zugestimmt. Die Beratung erfolgte im nichtöffentlichen Teil, da hier auch persönliche Daten des Betreibers offengelegt wurden. „Damit wurden die Weichen für eine weitere positive Entwicklung dieser wichtigen touristischen Infrastruktureinrichtung in der Kernstadt gestellt.“ so Bürgermeister Stefan Hable. Die Stadt und der derzeitige Pächter vereinbarten einen Pachtvertrag mit einer 20 jährigen Laufzeit, an dessen Ende dem Betreiber eine Kaufoption zusteht.

Hierfür übernimmt Pächter - quasi „eigentümergleich“ - alle zukünftigen Investitionen in den Platz. Der Stadt entsteht kein weiterer Verlust durch den Campingplatz. „Das ursprüngliche Ziel der Wirtschaftsförderung im Bereich Tourismus kann damit erreicht werden“, begründete der Bürgermeister den Vorschlag des Magistrats in der Sitzung. Die Entwicklung der Übernachtungszahlen und das Engagement des derzeitigen Betreibers rechtfertigen eine positive Prognose. Mit der jetzt gefundenen Lösung wird auch ein weiterer Punkt des Haushaltssicherungskonzeptes abgearbeitet, welches vorsieht, dass sich die Stadt vom Campingplatz trennt.

21.02.2017 11:32 Alter: 240 Tage