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Montag, 20. November 2017

Aktuelle Nachrichten aus Naumburg

Freunde aus Komárom und San Mauro Pascoli zu Gast in Naumburg

Am vergangenen Wochenende besuchten zwei städtische Delegationen aus Naumburgs Partnerstädten Komárom (Ungarn) und San Mauro Pascoli (Italien) die Stadt an der kleinen Elbe. Weitere Mitglieder des ungarischen Partnerschaftskomittees waren bereits am Mittwoch in Naumburg eingetroffen.

Seit nunmehr 25 Jahren pflegt Naumburg die Städtepartnerschaft mit dem ungarischen Komárom und seit 15 Jahren ist es mit dem italienischen San Mauro Pascoli verbunden. Dieses Doppeljubiläum wurde ausgiebig gefeiert. Bedauerlicherweise mussten fast alle Programmpunkte zunächst ohne die italienischen Freunde bestritten werden. Sie hatten auf der Anreise nach Naumburg eine Autopanne und blieben in München liegen. Dort mussten Sie auf Hilfe wartend eine Nacht im Hotel verbringen und trafen erst am Samstagnachmittag zur gemeinsamen Kaffeetafel im Café Hasenacker ein.

Nach einem „Come-Together-Abend“ der am Freitag im Feuerwehrhaus Naumburg von dem Partnerschaftskomittee Naumburg-Komarom und dem Freundeskreis Deutsch-Italienische Partnerschaft e. V. organisiert und ausgerichtet wurde, startete am Samstagvormittag das offizielle Programm. Am Haus des Gastes wurde der „Platz der Städtepartnerschaften“ eingeweiht. Hier wurde ein Steinbildnis der Öffentlichkeit übergeben, das die beiden Städtepartnerschaften würdigt. Es besteht aus drei Basaltsäulen, welche die Städte Naumburg, Komárom und San Mauro Pascoli symbolisieren. Über Ketten ist die „Naumburger Säule“ mit den beiden anderen Säulen verbunden. Durch die Ketten, die aus einzelnen Gliedern bestehen - symbolisch gesehen sind dies die Partnerschaften tragenden Menschen – wird die feste Zusammengehörigkeit und Freundschaft zum Ausdruck gebracht. Das Steinbildnis wurde von dem Wolfhager Steinmetzmeister Wolfgang Leffringhausen angefertigt.

Der neue Platz der Städtepartnerschaften am Haus des Gastes wurde eingeweiht. Im Bild v. l. n. r.: Hille Werner und Winfried Kramer (Vorsitzende Partnerschaftskomittee), Komaroms Bürgermeister Dr. Attila Molnár, Bürgermeister Stefan Hable, Stadtverordnetenvorsteherin Julia Hensel, Winfried Wehnes (Erster Kreisbeigeordneter des Landkreise Kassel) und Willi Gerhold (Vorsitzender Freundeskreis). (Foto: Stadt Naumburg)

Am Samstagnachmittag, gleich nach ihrer Ankunft besuchten auch die italienischen Freunde den Platz der Städtepartnerschaften. Im Bild v. l. n. r.: Horst Langer, Gertraude Frost, Klaus Ritte Eugenio Chessa (alle Freundeskreis) Denis Ermeti (Stadtrat San Mauro Pascoli) Willi Gerhold (Vorsitzende Freundeskreis) Alberto Alessandri (Stadtrat San Mauro Pascoli), Elfriede Manfred (Partnerschaftsverein San Mauro Pascoli und Dolmetscherin), Mandfred Wendeborn (Freundeskreis). (Foto:Stadt Naumburg)

Bürgermeister Stefan Hable dankte in seiner kurzen Rede allen, Bürgerinnen und Bürgern, den Partnerschaftsorganisationen und den verantwortlichen Kommunalpolitikern von damals und heute, für den großen Einsatz für die beiden Städtepartnerschaften. „Sie leisten durch ihr Engagement einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag für ein geeintes und friedliches Europa“, so Hable.

Einen weiteren Dank richtete Naumburgs Bürgermeister an den Landkreis Kassel, der die Ausrichtung des Partnerschaftstreffens in Naumburg mit einer finanziellen Zuwendung unterstützte.

Im Anschluss an die Einweihung des „Platzes der Städtepartnerschaften“ wurde gemeinsam der Apfelmarkt im Haus des Gastes besucht. Hier hatten alle Gäste die Möglichkeit, sich über die Vielfalt des Streuobstes zu informieren, Kulinarisches zu genießen und Einkäufe zu erledigen.

Da einige der ungarischen Gäste zum ersten Mal in Naumburg zu Besuch waren, unternahmen Stadtverordnetenvorsteherin Julia Hensel und Bürgermeister Stefan Hable mit der städtischen Delegation aus Komárom, die von Bürgermeister Dr. Attila Molnár angeführt wurde, dann eine Tour durch das Stadtgebiet. Auf besonderes Interesse stießen hierbei die drei Biogasanlagen, da der Ausbau von dieser Art der regenerativen Energieerzeugung auch in Ungarn an Bedeutung gewinnt.

Begeistert waren die Komáromer auch von der Weingartenkapelle und dem Märchenrastplatz an der Warte mit der Himmelsschaukel. Letztere wurde natürlich von allen Gästen auch ausprobiert.

Sofia Hamrák ist von der Himmelsschaukel begeistert. (Foto: Stadt Naumburg)

Der Nachmittag fand dann seinen Abschluss bei Kaffee und Kuchen auf dem „Hasenacker“. Hier stieß dann auch der Besuch aus San Mauro Pascoli zum Tross. Alle Beteiligten waren sehr froh, endlich auch Elfriede Scioni, Albert Alessandri und Denis Ermeti in Naumburg begrüßen zu können.

Am Abend hatte die Stadt Naumburg dann die ungarischen und italienischen Freunde sowie die von den Vorständen der beiden Partnerschaftsorganisationen benannten Personen zu einem kleinen Empfang in das Gemeinschaftshaus „Flachrose“ eingeladen. Stadtverordnetenvorsteherin Juli Hensel und Bürgermeister Stefan Hable konnte hier rund 70 Gäste begrüßen. Neben den beiden Altbürgermeistern Ludwig Noe und Jürgen Matzath war auch der Ehrenstadtverordnetenvorsteher Erhard Zammert anwesend. Wir freuen uns sehr darüber, dass die drei ehemaligen Verantwortungsträger der Stadt Naumburg und „Väter dieser Städtepartnerschaften“ unserer Einladung gefolgt sind“, so Hable.

Gute Gespräche beim gemeinsamen Abendessen in der Flachsrose. Im Bilde v. l. n. r: Ingeborg Gerhold, Eugenio Chessa, Gertraude Frost, Altbürgermeister Jürgen Matzath, Ehrenstadtverordnetenvorsteher Ehrhard Zammert, Renate Ritte, Sebastian Hensel. (Foto Stadt Naumburg)

Ferner war der erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Kassel, Herr Wilfried Wehnes mit seiner Gattin der Einladung gefolgt. Der Landkreis Kassel unterhält selbst eine Kooperationsbeziehung zur Provinz Forli-Cesena, in der Naumburgs italienische Partnerstadt San Mauro Pascoli liegt. „Auch das Engagement des Landkreises auf dieser Ebene unterstreicht die Bedeutung von europäischen Interaktionen auf kommunaler Ebene, so der Rathauschef.

Die Geschenke der Stadt Naumburg wurden überreicht und kamen gut an. Im Bild v. l. nach rechts: Albert Alessandri (Stadtrat aus San Mauro Pascoli), Bürgermeister Stefan Hable, Willi Gerhold (Vorsitzender Freundeskreis) Stadtverordnetenvorsteherin Julia Hensel, Dr. Attila Molnár (Bürgermeister von Komárom), Winfried Kramer und Hille Werner (Vorsitzende Partnerschaftskomittee). (Foto: Stadt Naumburg)

Nach dem gemeinsamen Abendessen wurden dann der Tradition folgend Geschenke ausgetauscht. Der Freundeskreis Deutsch-Italienische Partnerschaft e. V. nahm darüber hinaus noch Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder vor. „Wir möchten damit diejenigen auszeichnen, die in den letzten 15 Jahren in unserem Verein Verantwortung übernommen und sich für die Städtepartnerschaft eingesetzt haben, so der Vorsitzender Willy Gerhold.

Willi Gerhold ehrt mit Klaus Ritte, Manfred Wendeborn, Gertraude Frost und Eugenio Chessa verdiente Mitglieder des Vereins. (Foto: Stadt Naumburg)

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von dem aus Naumburg stammenden A-cappella-Chor „Black Harmonists“, die mit Ihren Liedbeiträgen die Festgäste erfreuten.

Die „Black Harmonists“ Berthold Jacobi, Gerald Wolf, Markus Steier, Alfons Steier, Gregor Wiederhold, Matthias Jakobi und Bernhard Jakobi (im Bild v. l. n. r.) sorgten für die musikalische Umrahmung des Abends und begeisterten die Zuhörer. Auch Komároms Bürgermeister Dr. Attila Molnar (rechts im Bild) „outete“ sich als großer Fan des Chors. (Foto: Stadt Naumburg)

30.10.2017 10:12 Alter: 21 Tage