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Dienstag, 11. Dezember 2018

Aktuelle Nachrichten aus Naumburg

Jugendfeuerwehr Naumburg erlebt 24 Stunden wie bei der Berufsfeuerwehr

Jugendfeuerwehr Naumburg erlebt 24 Stunden wie bei der Berufsfeuerwehr. (Foto: Stadt Naumburg)

Am 15.09.2018 bekamen die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Naumburg die Chance, in das Leben echter Feuerwehrmänner und – frauen reinzuschnuppern. Von insgesamt 19 aktiven Mitgliedern haben 16 am 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag teilgenommen. Nachdem um 10 Uhr alle Jugendlichen samt Gepäck in der Feuerwehr angekommen waren, wurden sie von den Jugendwarten und Betreuern begrüßt und durften anschließend ihre Schlafplätze einrichten. Plötzlich ertönte auch schon das erste Mal die Sirene in der Fahrzeughalle und alle stürmten los, um sich umzuziehen. Es wurde zu einer Ölspur alarmiert. Nach der Ankunft an der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass neben der Ölspur auch ein Kind im Baum saß und nicht mehr runter kam. Somit kümmerte sich eine Gruppe um die Ölspur und die andere Gruppe um das Kind im Baum. Nach erfolgreicher Rettung und Beseitigung der Ölspur rückten wir wieder ein und haben damit begonnen, gemeinsam mit den Jugendlichen das Mittagessen vorzubereiten. Während alle hungrig am Tisch saßen, ertönte die Sirene ein zweites Mal und die Jugendfeuerwehr wurde zu einem ausgelösten Heimrauchmelder alarmiert. Die Atemschutzgeräte hatten die Betreuer zuvor durch kinderfreundliche Attrappen ausgetauscht und nachdem die Jugendlichen an der Einsatzstelle eingetroffen waren, war schnell klar, dass der Angriffstrupp mit Atemschutzgeräten und erstem Rohr zur Menschenrettung vorgehen sollte. Sie haben die Passantin aus der Küche gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Wieder an der Feuerwehr eingetroffen gab es für alle Mittagessen. Nachdem alle satt waren und das Chaos beseitigt war, gab es für die Jugendlichen eine Stationsausbildung. Es gab eine Station Fahrzeugkunde, eine zweite zum Thema Brennen und Löschen und eine dritte Station Erste Hilfe, die von einem Mitglied des Ortsverbandes Naumburg des Deutschen Roten Kreuzes begleitet wurde. Gegen Nachmittag wurde zu einem Brand alarmiert. Außerhalb von Naumburg hat Stroh auf einem Feld gebrannt. Nachdem auch dieser bekämpft war und wir wieder eingerückt waren, stand die Zeit bis zum Abendessen den Jugendlichen zur freien Verfügung. Nach dem Abendessen nahmen die Jugendlichen ihre Schlafplätze ein und schauten gemeinsam einen Film. Die Anstrengung des Tages machte sich bemerkbar, da alle relativ schnell schliefen. Gegen 23 Uhr wurde die Jugendfeuerwehr zu einer Technischen Hilfeleistung auf den städtischen Bauhof alarmiert. Hier wurden sie bei Ankunft von einer hysterischen Mutter in Empfang genommen, da ihr Kind unter einem Abrollcontainer eingeklemmt war. Mithilfe von Hebekissen wurde das Kind gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Die Jugendlichen waren froh, als sie dann endlich wieder ins Bett konnten. Abschließend wurde am nächsten Morgen um 6 Uhr zu einer Personensuche alarmiert und die Jugendlichen wurden wieder Mals unsanft von der Sirene geweckt. Ein Passant hatte sie an der Warte zwischen Naumburg und Altenstädt in Empfang genommen und ihnen mitgeteilt, dass er auf dem Heimweg zu Fuß seinen Bruder verloren hat. Zunächst wurde der Passant mit Decken versorgt und es wurde sich auf die Suche nach der vermissten Person gemacht. Diese wurde nach kurzer Zeit mithilfe der Wärmebildkamera in dem angrenzenden Waldstück gefunden und war bewusstlos. Im weiteren Verlauf wurde die Person auf einer Trage zu den Feuerwehrautos gebracht und dort an den Rettungsdienst übergeben. Als wir wieder in der Feuerwehr angekommen waren, wurde das Frühstück vorbereitet und aufgeräumt. An dieser Stelle ging ein anstrengender, aber sehr schöner 24–Stunden–Berufsfeuerwehrtag zu Ende und es wird in den nächsten Jahren immer wieder solche Übungstage und –wochenenden geben, um den Jugendlichen solche Erfahrungen zu ermöglichen.

25.09.2018 12:17 Alter: 77 Tage