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Sonntag, 25. Juni 2017

Heimatmuseum Naumburg

Heimatmuseum Naumburg

Das Museum ist ein Ort, wo man tatkräftig das Handwerk vergangener Zeiten kennenlernen kann. Ob man Holz hobelt oder den Schmiedehammer schwingt, dies ist ein Museum zum Anfassen. Das Heimatmuseum geht auf die Privatinitiative des Naumburger Bürgers Willi Jacobi zurück. In einer alten Scheune sind Handwerk, Einrichtung und Gegenstände des letzten Jahrhunderts sowie sakrale Gegenstände liebevoll auf zwei Etagen dargestellt.
Willi Jacobi, der auf Grund seiner Sammlerleidenschaft das Naumburger Heimatmuseum gründete, ist verstorben. Das Naumburger Urgestein starb im Alter von 91 Jahren. "Farmer Willi", wie er in seiner Heimatstadt auch genannt wurde, hat sich stets für das Gemeinwohl in Naumburg eingesetzt. Der gelernte Kaufmann und Landwirt war einer der Aktivposten in Vereinen und Verbänden. Er eröffnete das Naumburger Heimatmuseum. Sein Name wird immer untrennbar mit dem Geschichtsverein in Verbindung gebracht sein. Bekannt war er aber auch als Musiker, der mit Schifferklavier und Trompete auf dem Rücken mit dem Fahrrad, meist von Freunden begleitet, in Nachbardörfer fuhr, um bei Festen zum Tanz aufzuspielen.

Rudolf Jacobi, neuer Chef des Naumburger Heimatmuseums, sagt, die musikalische Leidenschaft des Vaters sei ihm nicht in die Wiege gelegt worden - das Interesse an der Vergangenheit, der Heimatgeschichte, dagegen schon.
"Wir machen erst mal so weiter wie bisher", gibt der 55-Jährige die Marschrichtung nach dem Tod des Vaters vor. Das bedeutet: Öffnung der Ausstellung nach telefonischer Anmeldung (05625-5612) und im Winter ist Pause. Für große Gruppen wird dann allerdings auch schon mal eine Ausnahme gemacht und das unbeheizte Museum geöffnet.
Entscheidend für die Besichtigungstermine ist allerdings der Arbeitsrhythmus von Rudolf Jacobi, der im VW-Werk beschäftigt ist. "Ich bin jetzt in Altersteilzeit und noch bis Mitte 2008 bei VW. Danach habe ich mehr Zeit".
Der neue Museumschef sieht die Arbeit im und für das Museum nicht nur als Verpflichtung dem Vater gegenüber, der ihm testamentarisch das Heimatmuseum übereignet und auch handschriftlich festgelegt habe, dass Rudolf "das Museum der öffentlichkeit zugänglich machen soll, solange das Interesse besteht."
Auch wenn die Ausstellungsstücke zum Teil aus der Kaiserzeit stammen oder gar noch älter sind und Vater Willi Jacobi vieles noch als Kind im Gebrauch erlebte und dementsprechend begeisternd Geschichten dazu erzählen konnte und die Stücke erklärte, ist Sohn Rudolf nicht bange, dass die Gäste mit offenen Fragen abreisen. "Ich kenne mich schon damit aus", sagt Rudolf Jacobi. Schließlich habe er das Museum von Anfang an mit aufgebaut. "Man ist damit groß geworden, und hängt auch an der Sache."

Öffnungszeiten:
Ostern - Oktober
mittwochs von 14:00 Uhr - 17:00 Uhr
und nach Absprache

Bildergalerie Heimatmuseum Naumburg

Naumburger Heimatmuseum

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