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Sonntag, 25. Juni 2017

Suedlink ? NEIN DANKE !

Visualisierung der geplanten Trasse im Bereich Naumburg-Altenstädt

Visualisierung der geplanten Trasse im Bereich Naumburg-Altenstädt


Keine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ)

im Wolfhager Land oder anderswo !

Diese Stromtrasse behindert die Energiewende !

Gründe für die Ablehnung:

  • Die HGÜ ist ein massiver Eingriff in die Natur mit ungeklärten Auswirkungen.
  • Es sind Gesundheitsbeeinträchtigung durch elektrische und magnetische Felder zu erwarten: Ionisation der Luft, Bildung von Stickoxiden und Ozon.
  • Der Mensch ist ein "elektrisches" Lebewesen. Die Auswirkungen der elektrischen Felder auf die Lebensprozesse von Mensch und Tier sind zu wenig erforscht. Vermutet werden Beeinträchtigungen bei vegetativen, hormonellen und immunologischen Prozessen, Irritationen der Hirnströme und des Nervensystems.
  • Folgende Lärmentwicklung ist mit der HGÜ verbunden: tieffrequente Brummtöne, Knistern, Prasseln, Vibrationen, Windgeräusche. Dadurch Zunahme der Lärmbelästigung und damit der Stressoren für das Herz-Kreislauf-System.
  • Von der Gesundheitsgefährdung sind besonders betroffen: Kinder, alte Menschen und Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen.
  • Die Vogelwelt ist gefährdet.
  • Pflanzen können vermehrt mutieren.

Worauf basieren unsere Zweifel:

  • Es gibt keine Erfahrung mit dieser Technologie in dicht besiedelten Lebensräumen und in dieser Größenordnung.
  • Es gibt wenige Erkenntnisse zur gesundheitlichen Gefährdung.
  • Suedlink ist ein Großprojekt mit den damit verbundenen Unwägbarkeiten.
  • Das Landschaftsbild wird zerstört.
  • Der ländliche Raum wird weiter entwertet.
  • Die Bemühungen um sanften Tourismus, Wander- und Gesundheitstourismus werden zunichte gemacht.
  • Suedlink wirkt den Leader-Programmen der EU zur Förderung des ländlichen Raumes entgegen.
  • Wohneigentum wird entwertet, die Entsiedlung des ländlichen Raumes wird verstärkt.
  • Die Dezentralisierung der Energieversorgung wird behindert.
  • Eine dezentrale Energiewende mit Bürgerbeteiligung wird durch die einseitige Festlegung auf großtechnische Anlagenstrukturen blockiert.
  • Gefahr einer Fehlinvestition, deren Kosten die Allgemeinheit zu tragen hat.
  • Hohe Anfälligkeit der Technik gegen Störungen durch Naturkatastrophen oder Gewalteinwirkung.

Es gibt Alternativen:

  • Ausbau der dezentralen Energieversorgung
  • Optimierung der bestehenden Stromnetze
  • Verteilung des Stroms über bestehende Netze
  • Power-to-Gas'-Technologie: Gas als Speicher- und Transportmedium
  • Weiterentwicklungen zum Energieeinsparen

Unsere Forderungen:

  • Erforschung der langfristigen Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Stromtrassen und die Veröffentlichung der Ergebnisse.
  • Der Naturpark Habichtswald und dessen Schutzstatus muss bei allen Planungen berücksichtigt werden.
  • Dezentralisierung der Energieversorgung mit kommunaler Wertschöpfung.
  • Offenlegung der Planungsgrundlagen, insbesondere der Bewertungskriterien für die vorgestellte Variante der Südlink-Stromtrasse.
  • Neuberechnung der Planungen aufgrund der Deckelung des Ausbaus  von Off-Shore-Anlagen, absoluter Verbrauchsvorrang von Strom aus erneuerbaren Quellen und Abregelung von seltenen Erzeugungsspitzen.
  • Überprüfung der Zweckmäßigkeit des Ausbaus der bestehenden Drehstrom-/ Wechselstromübertragung.
  • Verstärkte Weiterentwicklung der 'Power-to-Gas'-Technologie und anderer Speichersysteme.
  • Einbeziehung dieser Technologien in die Planungen.

Kontakt:
bi-wolfhagerland(at)web(dot)de

p.A.:  Ursula Günther ? Am Schulwald 10 ? 34311 Naumburg-Altenstädt