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Montag, 20. November 2017

Aktuelle Nachrichten aus Naumburg

aus dem Bereich Tourismus und Gesundheit

Aktuelle Nachricht

Kulinarische Radtour zu Streuobstwiesen rund um Naumburg

Die Radgruppe an der Oberdiecks-Wiese. (Foto: Stadt Naumburg)

Am letzten Wochenende entdeckten eine Radgruppe aus Kassel, die bis Wolfhagen mit der Bahn fuhr und dann ab dort nach Naumburg radelte sowie eine Naumburger Familie, drei besondere Streuobstwiesen in der Naumburger Gemarkung. Insgesamt fuhr die Gruppe vor Ort dabei eine Strecke von 10 km und legte zwischendurch informative Stopps ein. Auf der Oberdiecks-Wiese beim Haus St. Martin standen die Entstehung von Sorten und Aufgaben einer Baumschule im Vordergrund. Hier auf der Wiese stehen Obstsorten, die von Oberdieckpreisträgern gespendet wurden. Das Besondere: auch das Sortenschild wurde gespendet und so kann man am Baum immer die Beschreibung seiner Sorte, Wuchsfreudigkeit, Fruchtqualität und weiteres Interessantes nachlesen. Die Bäume sind aber noch sehr jung und tragen erst in ca. 5 Jahren Früchte, da sie von den Mitgliedern des Vereins „Raum für Natur e. V.“ als kräftige Hochstammbäume erzogen werden.

Johann-Conradt Oberdieck war Pfarrer und leidenschaftlicher Apfelsammler. Durch die vielen Sortenbeschreibungen und den Austausch mit anderen Pomologen, konnten zahlreiche Obstsorten für immer festgehalten werden. Der nach ihm benannte Oberdieck-Preis wird jährlich an eine Person vergeben, die sich im besonderen Maße Verdienste auf dem Gebiet der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen im Obstbau erworben haben.

Zweite Station war eine Streuobstwiese, die ebenfalls vom Raum für Natur e. V. betreut wird. Hier konnte noch ein wunderschöner Tafelapfel Alkmene gefunden werden. Zudem wurde der Lagerapfel Winterglockenapfel vorgestellt, der bis in den Juni hinein gelagert werden kann.

Verkostung verschiedener Apfelsorten. (Foto: Stadt Naumburg)

Zum Abschluss wurde die Hummelwerkstatt angesteuert. Die Wiese dort beherbergt eine Vielzahl an Apfelbäumen, die im Frühjahr den Insekten als Nahrung dienen. Auch ist hierdurch ihre Bestäubung garantiert. Die Äpfel hatte Claudia Thöne im Vorhinein geerntet und zu einer kleinen Ausstellung aufgebaut. Die Teilnehmerinnen konnten so u. a. Seestermüher Zitronenapfel, Luxemburger Triumpf und roten Gravensteiner kennenlernen. Einzelne Unterscheidungsmerkmale wurden erläutert. Der Geschmack und die Saftigkeit der Früchte überzeugten und es kam der Wunsch auf, dass doch auch im Laden wieder mehr Apfelsorten angeboten werden sollten. Das tolle Aroma durch das ausgewogene Säure- und Zuckerverhältnis wird doch bei vielen käuflichen Früchten sehr vermisst.

Abschlussessen in der Hummelwerkstatt. (Foto: Stadt Naumburg)

In der Hummelwerkstatt war auch eine besondere Stärkung vorbereitet: Apfel-Kürbissuppe, kleine Brote, Kaffee und Kuchen. So konnte die Radtruppe wieder voller Kraft den Rückweg über Wolfhagen antreten.

24.10.2017 09:35 Alter: 27 Tage