Sie sind hier: Erleben / Wanderwege / Eco Pfad Archäologie Naumburg
Montag, 14. Oktober 2019

Eco Pfad Archäologie Naumburg

Eco Pfad Archäologie Naumburg
Eco Pfad Archäologie Naumburg

In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Naumburg und dem Archäologen Dr. Kneipp konnten für Naumburg historisch und archäologisch bedeutende Standtorte auf der Extratour H8 des Habichtswaldsteiges mit einem kleinen Schlenker zur Wüstung Immenhausen zu einem bedeutsamen Eco Pfad zusammengeführt werden.

Die Vorbereitungen begannen schon 2003 mit der geophysikalischen Untersuchung des Burgberges und damit der Erkenntnis der genauen Lage der Burg, die sich oberhalb des heute freigelegten Plateaus befand und regelrecht am Sporn hing. Leider lag die Burg zu nah an der Stadt und so wurden die Steine für den Wiederaufbau der mehrfach von Feuersbrünsten heimgesuchten Stadt genutzt. Zwei Tafeln erläutern am Ecopfad die Geschichte und das Aussehen der Burg, die der Stadt Naumburg ihren Namen verlieh. Die Weidelsburg, Nordhessens größte Burgruine ist Teil des Ecopfades Naumburg. Nach heutigen Annahmen wurde die Burg in den Jahren vor 1170 von Graf Poppo I. errichtet, der der Sohn des Grafen Robert von Alstadt von der Weidelsburg war. Für eine freie Sichtachse zwischen den Burgen sorgt heute das freigelegte Plateau oberhalb der Burgstraße. Zu erreichen ist es über einen historischen Pfad am ehemaligen Gefängnis in der Burgstraße.

Die Stadtpfarrkirche ist ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Ecopfad Naumburg, hing doch die Gründung Naumburgs eng mit dem Erzbistum Mainz zusammen und waren doch seit 1266 die Erzbischöfe kirchliche und weltliche Herren der Kirchengemeinde und Stadt Naumburg. Sie löste die Kirche im Dorf Immenhausen ab, die ursprünglich die Zentrale im Kirchspiel der Region war. Das Dorf war im 12./13. Jh. urkundlich dem Besitz des Kloster Corvey zugesprochen. Die Weingartenkapelle ist ein weiterer Pfeiler in der Kirchengeschichte Naumburgs. Ihr Name geht auf einen Weinberg zurück, der im wärmeren Mittelalter dort angelegt war und in dem eine kleine Holzkapelle stand. Sie wurde in dieser Form Anfang des 20. Jh. erbaut.

2 Einstiegstafeln und 6 inhaltliche Tafeln geben einen informativen Überblick und lassen in die Geschichte tief eintauchen. Historische Zeichnungen und Abbildungen sowie aktuelle Fotos ergänzen die textliche Beschreibung. Da der gesamte Weg, mit Ausnahme des Stichweges zur Wüstung Immenhausen ab Hummelwerkstatt, auf der Extratour „Im Tal der zwei Burgen“ des Habichtswaldsteiges befindet, kann man stets dem Symbol H8 folgen. An Wegekreuzungen wurden ansprechende wegweisende Schilder angebracht, die auch auf die außerhalb Naumburgs liegenden Ziele Immenhausen, Weingartenkapelle und Weidelsburg hinweisen. Es ist so gelungen, wertvolle touristische Ziele noch transparenter den Gästen zu präsentieren.

Der Eco Pfad Archäologie Naumburg wurde gefördert von der Europäischen Union, vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, vom Landkreis Kassel und von der Stadt Naumburg.

Internet: Eco Pfad Archäologie Naumburg