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Bestäuber-Insekten und Pomologie wegen Hitze statt Radtour
Im angrenzenden Hummelgarten finden neben Hummeln zahlreiche Insekten, wie Solitärbienen und Schmetterlinge z. B. im Natternkopf, in Rosengewächsen und Kräutern reichlich Nahrung. Es bereitete Catrin und Winfried Just große Freude, das emsige Treiben einer Bauchsammlerbiene auf einer großen Telekie zu beobachten. Zum Sammeln von Blütenpollen klopft sie mit dem Hinterleib auf die Staubgefäße.

© Stadt Naumburg
Bauchsammlerbiene auf der oberen Blüte und Steinhummel auf der unteren Blüte der Telekie im Hummelgarten.
Ein Highlight war die anschließende exklusive Führung über die Oberdiecks-Wiese als besonderer Bonus. Die Obstbäume auf dieser Wiese Nähe Haus St. Martin spiegeln die verschiedenen Lieblingssorten der Preisträger wider. So finden sich neben den Bäumen Sortentafeln mit seltenen Apfel-Liebhabersorten mit den klangvollen Namen wie z. B. Gacksapfel, Luxemburger Triumph, Biesterfelder Renette, Doppelter Prinzenapfel und Finkenwerder Herbstprinz. Auch Birnensorten, wie die Volkmarser Birne und ein Kirschbaum, die goldgelbe Herzkirsche, dunkel- bis bernsteingelb mit sehr süßem honigartigem Geschmack wurde gepflanzt.
Exkurs: Auf der Oberdiecks-Wiese wurden seit 1998 jährlich Obstbäume von Preisträgern des Oberdieck-Preises gespendet, der jährlich bei den Hessischen Pomologen-Tagen / seit 2025 bei der Frühjahrstagung des Pomologen-Verein in Naumburg vergeben wird. Der Pomologen-Verein e. V. und die Stadt Naumburg verleihen diesen Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen im Obstbau. Der Namensgeber, Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880), ist einer der bedeutendsten deutschen Pomologen des 19. Jahrhunderts.


